Bilder North Dakota - Martina Maise Fotografie

MARTINA MAISE
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Bilder North Dakota

Reisebilder > Amerika - Der mittlere Westen 2015
North Dakota
Vom Yellowstone Nationalpark aus, sind wir quer durch den südlichen und landwirtschaftlich geprägten Teil Montanas nach North Dakota gefahren.

North Dakota ist der Agrar-Bundesstaat Nr. 1 in Amerika. Endlosen ziehen sich die Mais- und Weizenfelder bis zum Horizont. Stundenlang sind wir auf dem schnurgeraden Highway durch diese eintönig Landschaft gefahren und über uns spannte sich ein gleißend blauer Himmel.  

Ab und an kamen wir an Farmen vorbei oder fuhren durch kleine, unscheinbare sowie trostlose Dörfer. Obwohl ich hier nicht begraben sein möchte, haben wir ein für uns ungewohntes Amerika kennengelernt. Auch solche etwas unbekannteren und vielleicht etwas unscheinbare Bundesstaaten sollte man mal gesehen und erlebt haben. Unser eigentliches Ziel in North Dakota aber war der Theodore-Roosevelt-Nationalpark.

Am 14. September 1901 starb der republikanische US-Präsident William McKinley an den Folgen eines Attentats. Sein Nachfolger wurde der amtierende Vizepräsident Theodore Roosevelt (1858-1919). Roosevelt, der das Präsidentenamt bis Ende 1908 inne hatte, betrieb in den 1880er und 90er Jahren im Westen von North Dakota, in der Nähe des heutigen Nationalparks, eine Ranch mit mehreren tausend Rindern. In Würdigung und Anerkennung der großen Verdienste Roosevelts als Wegbereiter des nationalen Landschafts- und Tierschutzes wurde 1947 in den Badlands von North Dakota ein National Memorial Park (Gedenkpark) geschaffen, der 1978 in einen Nationalpark umgewandelt wurde. Der Park umfasst zwei ungefähr gleich große, rund 100 km von einander entfernte Teile.

Der Little Missouri River und seine kleinen Nebenflüsse haben tiefe Täler in die weichen, vielfarbigen Sandsteinlagen geschnitten. Dadurch entstand eine hügelige Landschaft mit kegelförmigen Sandsteinformationen welche sich mit weiten Prärien abwechseln.

In den 1950er Jahren wurden wieder Bisons im Nationalpark angesiedelt. Außerdem leben wilde Mustangs, Gabelböcke, Präriehunde und Kojoten im Park. Wir hatten richtig viel Glück und haben auch alle oben genannten Tierarten gesehen. Als Teil der Szenerie, die Theodore Roosevelt so schätzte, wird im Nordteil des Nationalparks eine Herde von Longhorn-Rindern gehalten.

Wer gerne Präriehunde sehen möchte, findet gerade im südlichen Parkteil sowie entlang der Parkstraße große Ansiedlungen und kann die possierlichen Tiere ganz aus der Nähe sowie in Ruhe beobachten.

So wie der Park zweigeteilt ist - so ist auch meine Meinung zum dem doch etwas unbekannteren Nationalpark geteilt.

Der Theodore-Roosevelt-Nationalpark kann mit den Nationalparks im Südwesten nicht konkurrieren! Gleichwohl hat er seinen ganz eigenen Reiz. Der größte Nachteil liegt wohl darin, dass der Park aus zwei Teilen besteht und die Fahrt auf dem stark befahrenen Highway, welcher die beiden Teile des Parks miteinander verbindet, kein Vergnügen ist. Wir haben beide Teile besucht, wobei uns die Landschaft im südlicheren Teil etwas besser gefallen hat. Dafür findet man im Nordteil des Nationalparks die "Rolling Stones" und einen fantastischen Aussichtspunkt mit Blick auf den Little Missouri River. Gleichwohl hat sich die weite Anreise meiner Ansicht nach nicht wirklich gelohnt und wir hätten die Zeit besser im Yellowstone Nationalpark oder im westlichen Colorado verbringen können.

Das kleine Bilderbuchstädtchen Medora mit seinen circa 112 Einwohnern, ist ein sehr angenehmer Übernachtungsort und der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch im Theodore-Roosevelt-Nationalpark. Der idyllische Ort besteht überwiegend aus alten, liebevoll restaurierten Wild-West-Häusern.




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